Unternehmen, die bereits batterieelektrische Lastwagen im Alltag einsetzen, bewerten die Technologie deutlich positiver als Betriebe ohne eigene Praxiserfahrung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des Öko-Instituts im Rahmen des Forschungsprojekts ELV-LIVE.
Dafür wurden mehrere Befragungen aus den Jahren 2021 bis 2026 miteinander verglichen und die Einschätzungen von E‑Lkw-Anwendern den Erwartungen der Gesamtbranche gegenübergestellt.
Vorbehalte und Realität klaffen auseinander
Die Untersuchung zeigt, dass viele Unternehmen ohne eigene Erfahrungen den Einsatz elektrischer Nutzfahrzeuge kritischer einschätzen als Betriebe, die E‑Lkw bereits im Regelbetrieb nutzen.
Nach Einschätzung der Forscher entstehen zahlreiche Vorbehalte vor allem dort, wo praktische Erfahrungen fehlen. Gleichzeitig befinden sich viele Speditionen noch in einer frühen Phase der Elektrifizierung, während Vorreiter bereits mit Ladeinfrastruktur und Energiekonzepten arbeiten.
Nutzer sehen Vorteile bei Zuverlässigkeit
Besonders deutlich fallen die Unterschiede bei der Bewertung der Fahrzeugzuverlässigkeit aus. Ein großer Teil der Unternehmen mit E‑Lkw-Erfahrung berichtet von gleicher oder sogar besserer Zuverlässigkeit im Vergleich zu Diesel-Lkw.
In der Gesamtbranche wird die Technik dagegen deutlich skeptischer bewertet. Viele Unternehmen erwarten weiterhin höhere Ausfallrisiken, obwohl die praktischen Erfahrungen der Anwender dies vielfach nicht bestätigen.