Der weltweite Mangel an Berufskraftfahrern verschärft sich weiter. Nach einer aktuellen Untersuchung der International Road Transport Union (IRU) blieben in 18 untersuchten Märkten zuletzt rund 2,9 Millionen Stellen für Lkw-Fahrer unbesetzt. Besonders betroffen ist Europa, wo die Engpassquote zu den höchsten weltweit zählt.
Die Ergebnisse machen deutlich, dass sich das Problem zunehmend von kurzfristigen Konjunkturschwankungen löst und immer stärker strukturelle Ursachen hat.
Alternde Belegschaften verschärfen die Lage
Ein wesentlicher Treiber ist die demografische Entwicklung. In Europa wird ein erheblicher Teil der heutigen Fahrer in den kommenden Jahren aus dem Berufsleben ausscheiden.
Damit wächst der Druck auf Unternehmen, neue Fahrer zu gewinnen und bestehende Beschäftigte langfristig im Beruf zu halten.
Besonders betroffen sind:
- Langstreckenverkehre
- kleinere Transportunternehmen
- sowie Regionen mit ohnehin angespanntem Arbeitsmarkt
Unternehmen stoßen an Grenzen
Viele Transporteure berichten bereits von direkten Auswirkungen auf das Tagesgeschäft. Aufgrund fehlender Fahrer können Aufträge nicht immer angenommen oder vollständig umgesetzt werden.
Für die Unternehmen bedeutet das:
- eingeschränkte Kapazitäten
- gebremstes Wachstum
- sowie Risiken für die Zuverlässigkeit von Lieferketten
Der Fahrermangel entwickelt sich damit zunehmend zu einem wirtschaftlichen Faktor.