In Augsburg wurde im Rahmen einer Bauwerksüberprüfung an der MAN-Brücke erhebliche Mängel festgestellt. Um die Sicherheit weiterhin zu gewährleisten, müsse die Belastung am stadtauswärtigen Teil der Brücke vorsorglich reduziert werden, teilte die Stadt Augsburg mit. Ab Freitag, 7. August, gelten deshalb eine Reihe von Verkehrsbeschränkungen.
Maßnahmen zur Entlastung der Brücke
Diese Maßnahmen zur Entlastung des Bauwerks gelten ab 7. August stadtauswärts im Bereich zwischen Stadtbachstraße und Leipziger Straße:
- Dort dürfen nur Fahrzeuge bis zu einem Maximalgewicht von 7,5 Tonnen fahren. Der Linienverkehr ist hiervon ausgenommen.
- Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen Gesamtgewicht werden über die Berliner Allee und die Amagasaki-Allee umgeleitet.
- Geschwindigkeit in diesem Bereich wird auf 30 km/h reduziert.
- Die Verkehrsführung wird angepasst: Die linke Fahrspur ist weiterhin für den Individualverkehr geöffnet. Die rechte Fahrspur steht ausschließlich dem Linienbusverkehr zur Verfügung.
Beschränkungen gelten bis auf Widerruf
Die jetzt eingeführten Maßnahmen gelten bis auf Widerruf und bleiben so lange in Kraft, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind und eine belastbare Bewertung der Situation vorliegt. Die MAN-Brücke ist mehr als 60 Jahre alt. Sie besteht aus zwei getrennten Überbauten.
Problem bezieht sich auf den Spannstahl
Mit den Maßnahmen reagiere man vorsorglich auf die Ergebnisse der Bauwerksprüfungen und stelle sicher, dass die Verkehrssicherheit auf der MAN-Brücke weiterhin gewährleistet bleibt, so die Stadt Augsburg. Das neue, aktuelle Problem beziehe sich auf den Spannstahl. Die baulichen Mängel seien „ausschließlich auf der stadtauswärtigen Hälfte der MAN-Brücke“ festgestellt worden, schreibt die Stadt. Derzeit würden intensive Untersuchungen angestoßen, um den Zustand des Bauwerks detailliert zu analysieren und weitere Erkenntnisse über das Ausmaß der festgestellten Schäden zu gewinnen.