NRW fordert deutlich höhere Strafen
NRW‑Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) sieht dringenden Handlungsbedarf. Jeder Verstoß gegen Gewichtsbeschränkungen sei einer zu viel, betonte er. Messungen an besonders sensiblen Brücken zeigten, dass weiterhin zahlreiche schwere Lkw trotz klarer Vorgaben darüberfahren – teils bewusst. Dadurch würden Brücken zusätzlich geschädigt.
Die derzeitigen Strafen von unter 100 Euro seien aus Sicht des Landes nicht abschreckend genug. Solange sich Verstöße wirtschaftlich lohnten, etwa durch kürzere Fahrzeiten oder eingesparte Zusatzfahrten, werde das Problem bestehen bleiben. Krischer fordert daher deutlich höhere Bußgelder.
Bund zeigt sich gesprächsbereit
Kontrollen sollen wirksamer werden
Wirtschaftlicher Anreiz für Verstöße soll entfallen
In dem Antrag aus Nordrhein‑Westfalen wird darauf hingewiesen, dass die bislang niedrigen Bußgelder dazu führen könnten, dass sich Regelverstöße für Unternehmen lohnen. Ziel der Initiative ist es, diesen wirtschaftlichen Anreiz zu beseitigen und so die Lebensdauer maroder Brücken zu verlängern.