Die langjährige Sperrung der Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid hat zahlreiche Unternehmen in Südwestfalen wirtschaftlich belastet. Insgesamt 176 Betriebe in Nordrhein-Westfalen griffen deshalb auf den „Universalkredit A45“ der landeseigenen NRW.Bank zurück. Nach Angaben von Wirtschaftsministerin Mona Neubaur flossen rund 61 Millionen Euro an Förderdarlehen. Davon wurden knapp 11 Millionen Euro als Tilgungsnachlässe aus Landesmitteln gewährt.
Vier Jahre Belastung für Region und Betriebe
Die Ministerin sprach von erheblichen wirtschaftlichen und logistischen Einschnitten für die Region. Unternehmen in Städten wie Lüdenscheid, Plettenberg oder Werdohl seien durch Umwege, steigende Transportkosten und Umsatzeinbußen stark betroffen gewesen. Besonders das verarbeitende Gewerbe, das Kfz-Gewerbe sowie Bauunternehmen hätten unter den Folgen der Sperrung gelitten.
Die im Dezember 2021 aus Sicherheitsgründen gesperrte Rahmedetalbrücke war 2023 gesprengt worden. Erst seit Mitte Dezember 2025 rollt der Verkehr wieder über den Neubau auf der wichtigen Nord-Süd-Verbindung.
Kreditprogramm für Mittelstand und Handwerk
Seit März 2022 konnten kleine und mittlere Unternehmen, Handwerksbetriebe sowie Freiberuflerinnen und Freiberufler den speziellen Förderkredit beantragen. Das Programm bot vergünstigte Zinssätze und einen Tilgungsnachlass von bis zu 20 Prozent beziehungsweise maximal 100.000 Euro pro Betrieb.
Mit der Wiedereröffnung der Brücke endet nun auch das Unterstützungsprogramm. Die Landesregierung betont, dass sie neben dem beschleunigten Wiederaufbau auch finanzielle Hilfen bereitgestellt habe, um die wirtschaftlichen Folgen für die Region abzufedern.