Fernpass-Demo bleibt ohne große Staus
Nach der Sperrung der Brenner-Route vor wenigen Wochen ist nun auch die Fernpassstraße (B179) in Tirol im Zuge einer Protestaktion vorübergehend blockiert worden. Anders als zunächst befürchtet blieb ein größeres Verkehrschaos jedoch aus.
Die Strecke war am Samstagvormittag für zwei Stunden zwischen Reutte und Nassereith gesperrt.
Verkehr entzerrt sich auf andere Routen
Trotz des Beginns der Sommerferien in mehreren Bundesländern kam es laut Verkehrsbeobachtern nur zu überschaubaren Verzögerungen. Viele Reisende hatten ihre Fahrten offenbar angepasst und waren auf alternative Routen ausgewichen.
Größere Staus blieben daher aus, lediglich vereinzelt wurden kürzere Verzögerungen gemeldet.
Ausweichverkehr belastet einzelne Strecken
Lediglich auf einzelnen Ausweichstrecken kam es zu zeitweisen Verzögerungen. Die Verkehrsbeeinträchtigungen blieben jedoch insgesamt begrenzt.
Die Situation zeigt, dass:
- Verkehrsteilnehmer zunehmend flexibel reagieren
- und sich Reiseverkehre bei kurzfristigen Sperren teilweise verteilen
Protest richtet sich gegen Transitverkehr
Auslöser der Aktion war der anhaltende Protest von Anwohnern gegen die starke Verkehrsbelastung im Alpenraum. Auch geplante Infrastrukturmaßnahmen wie Tunnelprojekte und mögliche Mautregelungen stehen in der Kritik.
Die Initiatoren befürchten, dass Ausbauprojekte langfristig sogar zu mehr Verkehr führen könnten.
Weitere Aktionen angekündigt
Für den Sommer ist eine weitere Demonstration geplant. Ob es dabei erneut zu einer Sperrung der Fernpassstrecke kommt, ist noch offen.
Die Behörden wollen die Auswirkungen der aktuellen Aktion zunächst auswerten.