Illegale Müllablagerungen entlang von Verkehrswegen bleiben ein Thema. In Hessen zeigen aktuelle Zahlen jedoch einen klaren Rückgang der eingesammelten Abfallmengen an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, die vom Landesbetrieb Hessen Mobil betreut werden, wie die dpa mitteilt.
So geht aus einer Antwort des hessischen Verkehrsministeriums auf eine Kleine Anfrage der FDP hervor, dass im Jahr 2022 noch rund 2500 Tonnen Müll entlang der Straßen erfasst wurden; Im vergangenen Jahr lag diese Menge bei etwa 1400 Tonnen. Die Angaben stammen aus Wiesbaden und beziehen sich auf das gesamte hessische Straßennetz unter Verantwortung von Hessen Mobil.
Rückgang auch beim Arbeitsaufwand
Parallel zur sinkenden Müllmenge ist auch der personelle Aufwand für die Reinigung zurückgegangen: Während 2022 noch rund 13.400 Arbeitsstunden für das Einsammeln von Abfällen notwendig waren, belief sich der Aufwand im vergangenen Jahr auf etwa 12.600 Stunden.
Die Reinigung wird sowohl durch eigenes Personal von Hessen Mobil als auch durch beauftragte Fremdfirmen durchgeführt. Trotz des geringeren Arbeitsaufwands sind die Gesamtkosten gestiegen.
Steigende Kosten trotz geringerer Müllmengen
Für das Jahr 2024 wurden für Personal- und Fremdleistungen rund 1,7 Millionen Euro aufgewendet. Im Folgejahr stiegen die Ausgaben auf gut zwei Millionen Euro. Als Ursache nannte Verkehrsminister Kaweh Mansoori (SPD) höhere Personalkosten.
Die Angaben beziehen sich ausschließlich auf die vom Landesbetrieb betreuten Straßen.
Pilotprojekt mit Videoüberwachung gestartet
Um der illegalen Müllentsorgung gezielter entgegenzuwirken, wurde auf zwei besonders betroffenen Parkplätzen ein Pilotversuch mit Videoüberwachung gestartet.
Ergänzend dazu setzen Kommunen auf Maßnahmen zur Sensibilisierung der Bevölkerung für eine ordnungsgemäße Müllentsorgung.