Mangelhaft gesicherte Ladung ist nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Unfälle im
Straßengüterverkehr – mit jährlichen Schäden in Milliardenhöhe. Um Absendern, Verladern und Frachtführern mehr
Sicherheit zu geben, wurden mehrere Teile der VDI‑Richtlinienreihe 2700 aktualisiert beziehungsweise neu veröffentlicht. Sie befassen sich mit Ladungssicherungsmitteln, der korrekten Lastverteilung sowie dem
Transport von Schüttgütern in flexiblen Verpackungen.
Die Richtlinie VDI 2700 Blatt 3.2 liefert praxisnahe Hinweise zur Auswahl und Nutzung von Ladungssicherungsmitteln in Straßenfahrzeugen. Sie beschreibt Anforderungen an:
- Beschaffenheit und Einsatz geeigneter Sicherungsmittel
- Kennzeichnung und Ablegereife
- Prüfung und regelmäßige Kontrolle
Ziel ist es, sicherzustellen, dass eingesetzte Hilfsmittel den Belastungen im täglichen Transport standhalten und rechtssicher verwendet werden.
Besondere Herausforderungen ergeben sich beim Transport von Schüttgütern in Säcken oder FIBC (Flexible Intermediate Bulk Containers). Aufgrund ihrer forminstabilen Eigenschaften lassen sich diese Ladungen nicht immer mit klassischen Sicherungsmethoden fixieren.
Mit VDI 2700 Blatt 18 liegt nun eine eigene Richtlinie vor, die grundsätzliche Möglichkeiten zur Sicherung solcher Güter beschreibt und Hinweise für geeignete Sicherungskonzepte gibt.