VDI aktualisiert Regeln zur Ladungssicherung im Lkw

07.05.2026 13:46 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ladungssicherung
Mehr Sicherheit durch neue Regeln zur Ladungssicherung (Symbolbild)
© Foto: Krone

Neue VDI‑Richtlinien geben klare Vorgaben zur Ladungssicherung. Sie regeln Sicherungsmittel, Lastverteilung und den Transport von Schüttgütern im Lkw.

Mangelhaft gesicherte Ladung ist nach wie vor eine der häufigsten Ursachen für Unfälle im Straßengüterverkehr – mit jährlichen Schäden in Milliardenhöhe. Um Absendern, Verladern und Frachtführern mehr Sicherheit zu geben, wurden mehrere Teile der VDI‑Richtlinienreihe 2700 aktualisiert beziehungsweise neu veröffentlicht. Sie befassen sich mit Ladungssicherungsmitteln, der korrekten Lastverteilung sowie dem Transport von Schüttgütern in flexiblen Verpackungen.

Anforderungen an Ladungssicherungsmittel

Die Richtlinie VDI 2700 Blatt 3.2 liefert praxisnahe Hinweise zur Auswahl und Nutzung von Ladungssicherungsmitteln in Straßenfahrzeugen. Sie beschreibt Anforderungen an:

  • Beschaffenheit und Einsatz geeigneter Sicherungsmittel
  • Kennzeichnung und Ablegereife
  • Prüfung und regelmäßige Kontrolle

Ziel ist es, sicherzustellen, dass eingesetzte Hilfsmittel den Belastungen im täglichen Transport standhalten und rechtssicher verwendet werden.


Lastverteilung als Grundlage sicherer Transporte

Neben der richtigen Sicherung der Ladung ist auch deren Verteilung auf dem Fahrzeug entscheidend für die Verkehrssicherheit. Eine falsche Lastverteilung kann das Fahrverhalten von Lkw erheblich verschlechtern, etwa durch:

  • Überschreitung zulässiger Achslasten
  • Unterschreitung der Mindestlenkachslast oder Mindestantriebsachslast

Die Richtlinie VDI 2700 Blatt 4 „Lastverteilungsplan“ bietet hierfür eine systematische Hilfestellung. Sie unterstützt Verantwortliche dabei, die Ladung so zu positionieren, dass Fahrzeugstabilität, Infrastruktur und Verkehrssicherheit gewährleistet bleiben.



Schüttgüter stellen besondere Anforderungen

Besondere Herausforderungen ergeben sich beim Transport von Schüttgütern in Säcken oder FIBC (Flexible Intermediate Bulk Containers). Aufgrund ihrer forminstabilen Eigenschaften lassen sich diese Ladungen nicht immer mit klassischen Sicherungsmethoden fixieren.

Mit VDI 2700 Blatt 18 liegt nun eine eigene Richtlinie vor, die grundsätzliche Möglichkeiten zur Sicherung solcher Güter beschreibt und Hinweise für geeignete Sicherungskonzepte gibt.


Zielgruppe der Richtlinien

Die Richtlinienreihe VDI 2700 richtet sich an:

  • Absender und Verlader
  • Frachtführer und Fahrzeughalter
  • Fahrzeugführer
  • sowie alle Personen, die rechtlich oder vertraglich für die Ladungssicherung verantwortlich sind

Mit den aktualisierten Blättern sollen klare und praxisnahe Vorgaben für einen sicheren und rechtskonformen Transport geschaffen werden.



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