Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind erneut deutlich gesunken. Aktuelle ADAC‑Auswertungen zum sogenannten Mittagssprung am Mittwoch, 15. April, zeigen, dass die Preise sowohl vor als auch nach der einzigen zulässigen Preiserhöhung unter dem Niveau des Vortags lagen. Damit hat sich die zwischenzeitlich befürchtete Trendwende hin zu steigenden Preisen nicht bestätigt.
Bereits im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags hatte sich zumindest Diesel verbilligt. Zu Wochenbeginn hatte sich zwar kurzfristig ein Aufwärtstrend angedeutet, dieser setzte sich jedoch nicht fort.
Deutliche Rückgänge innerhalb eines Tages
Nach dem Preissprung am Mittwochmittag kostete Super E10 im bundesweiten Durchschnitt 2,158 Euro je Liter – das waren 1,6 Cent weniger als zur gleichen Zeit am Vortag. Diesel lag bei 2,312 Euro je Liter und damit sogar 4,7 Cent unter dem Preis von 24 Stunden zuvor.
Bis zum nächsten Mittagssprung geben die Preise üblicherweise weiter nach. Zwischen Dienstag 12:15 Uhr und Mittwoch 11:45 Uhr sank der E10‑Preis um 11,1 Cent, bei Diesel betrug der Rückgang sogar 14 Cent.
Spürbarer Rückgang im Wochenvergleich
Auch auf Wochensicht sind die Preise klar rückläufig. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags kostete ein Liter E10 2,107 Euro, Diesel 2,286 Euro. Gegenüber dem Montag blieb E10 damit unverändert, Diesel wurde um 1,4 Cent günstiger.
Verglichen mit der Vorwoche ergibt sich jedoch ein deutliches Minus: E10 verbilligte sich um 8,1 Cent, Diesel sogar um 16,1 Cent. Der ADAC wertet diese Entwicklung allerdings lediglich als erste Korrektur deutlich überhöhter Kraftstoffpreise.
Preise bleiben deutlich über Vorkriegsniveau
Trotz der aktuellen Entlastung liegen die Preise weiterhin weit über dem Niveau vor Beginn des Iran‑Kriegs. Diesel hatte zeitweise ein neues Rekordhoch erreicht und lag zwischenzeitlich mehr als 70 Cent über dem Vorkriegsniveau. Der E10‑Preis näherte sich dem Allzeithoch aus dem März 2022 und lag vorübergehend rund 41 Cent höher als vor Kriegsbeginn.
Mit Stand vom Dienstag beträgt der Aufschlag weiterhin 54 Cent bei Diesel und knapp 33 Cent bei Super E10 im Vergleich zum Niveau vor Ausbruch des Konflikts.