Der vierte von insgesamt 152 Castor-Behältern mit Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich hat das Zwischenlager in Ahaus erreicht.
Konvoi und Polizei-Großaufgebot für Atommüll-Transport auf der Straße
Ein Schwerlasttransporter brachte den Behälter in der Nacht ohne Zwischenfälle ans Ziel, so eine Polizeisprecherin. Dabei fuhr er in einem Konvoi Dutzender Fahrzeuge über Autobahnen. Die Polizei sicherte den Atommüll-Transport quer durch NRW erneut mit einem Großaufgebot.
Lkw fuhr die 170 Kilometer in vier Stunden
Aus Sicherheitsgründen wurden im Vorfeld weder der Termin noch die genauen Fahrtrouten und Alternativstrecken bekanntgeben. Die Polizei sperrt während des Transports jeweils Autobahnabschnitte. Für die rund 170 Kilometer lange Strecke werden etwa vier Stunden benötigt.
Die Polizei hat den unangekündigten Castor-Transport mit schätzungsweise insgesamt rund 1000 Beamten auf der Strecke sowie an den Start- und Zielpunkten geschützt.
Protestaktionen gegen den Transport
Schon die ersten drei nächtlichen Transporte von jeweils einem Castor-Behälter verliefen ohne Zwischenfälle. Sie fanden am 24./25. März, 21./22. April und am 5./6. Mai statt.
Parallel zu den Castor-Transporten demonstrierten in der Vergangenheit an mehreren Stellen Menschen gegen die Verlagerung des hochradioaktiven Atommülls quer durch das dicht besiedelte Bundesland. Auch diesmal gab es Protestaktionen in Jülich und Ahaus gegen den Transport.
Einer der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten
Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter mit Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor Jülich nach Ahaus gebracht werden. In der Summe handelt es sich damit um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. Dem Auftakt gingen mehrere Gerichtsentscheidungen voraus.