MAN investiert Milliarden in Werk Krakau
MAN Truck & Bus setzt den Ausbau seines europäischen Produktionsnetzwerks fort und stärkt den Standort Krakau mit umfangreichen Investitionen. Grundlage ist eine Vereinbarung mit der polnischen Regierung, die Investitionen von rund 1,2 Milliarden Euro bis weit in die kommende Dekade vorsieht.
Ziel ist es, die Produktionskapazitäten auszubauen, den Standort technologisch weiterzuentwickeln und die Voraussetzungen für kommende Fahrzeuggenerationen zu schaffen.
Krakau wird zum Vollwerk ausgebaut
Im Mittelpunkt der Pläne steht die Weiterentwicklung des bislang bestehenden Werks zu einem umfassenden Produktionsstandort. Geplant sind der Aufbau zusätzlicher Fertigungsbereiche für Karosseriebau und Lackierung sowie die Erweiterung der Fahrerhausmontage.
Mit den Investitionen soll sich die Produktionsfläche am Standort künftig mehr als verdoppeln. Dadurch erhöht MAN die lokale Wertschöpfung und stärkt die Rolle Krakaus innerhalb des europäischen Produktionsverbunds.
Vorbereitung auf nächste Fahrzeuggeneration
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vorbereitung künftiger Lkw-Generationen auf Basis des konzernweiten Modularisierungskonzepts von TRATON.
Die neuen Fertigungskapazitäten sollen sicherstellen, dass kommende Fahrzeuggenerationen effizient produziert werden können und der Standort langfristig in die internationale Produktionsstrategie eingebunden bleibt.
Zweiter elektrifizierter Lkw-Standort
Parallel zum Werksausbau treibt MAN die Elektrifizierung seiner Produktion voran. In Krakau startet die Fertigung weiterer batterieelektrischer Nutzfahrzeuge.
Ab Sommer 2026 läuft dort die Produktion des neuen MAN eTGL an. Später soll auch der elektrische Mittelklasse-Lkw eTGM folgen.
Damit wird Krakau nach München zum zweiten elektrifizierten Lkw-Produktionswerk des Unternehmens.