Hohe Dieselpreise treffen Lkw besonders

01.04.2026 11:02 Uhr | Lesezeit: 3 min
Grüner Zapfhahn steckt in der Zapfsäule
T&E geht davon aus, dass die durchschnittlichen Dieselpreise auf einem hohen Niveau von etwa zwei Euro pro Liter bleiben
© Foto: Iryna Melnyk / iStock / Getty Images Plus

Die aktuelle Entwicklung der Ölpreise würde die monatlichen Kraftstoffkosten für Diesel in Deutschland um durchschnittlich 1210 Euro pro Lkw erhöhen, deutlich geringer fällt die Kostensteigerung beim E-Lkw aus, so eine aktuelle Studie.

Dies geht aus einer aktuellen Analyse von Transport and Environment (T&E) hervor. Damit würden die Tankkosten für Diesel-Lkw 2,5-mal mehr steigen als die Ladekosten von E-Lkw, schreibt die Lobbyorganisation. Schwankungen auf den Ölmärkten wirken sich auf Fahrzeugflotten besonders stark aus, weil die Kraftstoffkosten einen hohen Anteil der Betriebskosten im Straßengüterverkehr ausmachen. Viele Unternehmen arbeiten zudem mit sehr niedrigen Margen.

T&E geht von hohem Preisniveau beim Diesel aus

Die Analyse von T&E geht davon aus, dass die durchschnittlichen Dieselpreise an den Tankstellen auf einem hohen Niveau von etwa zwei Euro pro Liter bleiben, wie es zuletzt während der Energiekrise 2022 der Fall war, als die Ölpreise bei etwa 100 Dollar pro Barrel lagen. Im Durchschnitt bedeutet das einen Anstieg der Dieselpreise in Deutschland um 33 Prozent gegenüber dem Durchschnittswert von 2025. Weiterhin geht die Analyse davon aus, dass der durchschnittliche Strompreis für gewerbliche Verbraucher in Deutschland mittelfristig um 17 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 steigen wird.

Kostenanstieg beim E-Lkw geringer

Laut T&E würden sich in Deutschland die monatlichen Energiekosten für E-Lkw voraussichtlich um 460 Euro erhöhen. Dies ergebe „eine Ersparnis von insgesamt 1760 Euro“ im Vergleich zum Diesel-Lkw. „E-Lkw sind krisenfester und günstiger im Betrieb. Trotzdem versuchen europäische Hersteller ihren Hochlauf zu verzögern, indem sie die Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge aufweichen wollen. Das würde nur die Massenproduktion und damit niedrigere Einkaufspreise für E-Lkw ausbremsen“, sagte Johanna Braun, Managerin E-Mobilität Lkw bei T&E Deutschland, laut Mitteilung.

Kritik an abgeschwächten Flottengrenzwerten

Die Flottengrenzwerte für Nutzfahrzeuge könnten Europas Abhängigkeit von Ölimporten bis 2035 um 22 Prozent verringern, behauptet T&E. Die jüngst abgeschwächten CO2-Flottengrenzwerte würden hingegen die Gefahr bergen, dass „sich die Elektrifizierung verzögert und Europa länger von importierten fossilen Brennstoffen abhängt“.

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