Über 100.00 E-Transporter und E-Lkw in Deutschland

17.02.2026 10:19 Uhr | Lesezeit: 3 min
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Ein Knackpunkt für den Einsatz von Elektro-Lkw ist nach wie vor die Ladeinfrastruktur
© Foto: E.ON Energie Deutschland GmbH/ Alena Zielinski

Die Zahl der Elektrofahrzeuge in Deutschland ist verglichen mit dem Gesamtmarkt noch immer klein, wächst aber, wie Zahlen des Energiedienstleisters EON zeigen.

Im Transportwesen setze sich die Elektromobilität als Antrieb der Zukunft durch und zeige bereits „ein starkes Momentum“, so EON Deutschland. Das Energieunternehmen hat untersucht, wie viele Elektro-Pkw und E-Lkw in Deutschland unterwegs sind und wie es mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur aussieht. „In Deutschland sind aktuell circa 109.000 rein elektrische Lkw und Transporter zugelassen. Nutzfahrzeuge bieten durch ihr Gewicht, die vielen Fahrkilometer und dem damit verbundenen, höheren Energieverbrauch ein riesiges Potenzial für Klimaschutz und die Verbesserung der Luftqualität, wenn wir konsequent auf Elektromobilität setzen“, sagte Filip Thon, CEO von EON Deutschland.

E-Transporter deutlich in der Überzahl

Die Mehrheit der elektrischen Lastwagen entfällt laut den Zahlen von EON mit rund 78.000 Fahrzeugen auf Transporter, gefolgt von gut 21.000 kleinen Lkw mit einem zulässigen Gesamtgewicht zwischen 3,5 und zwölf Tonnen. Zudem sind fast 10.000 schwere Lkw (über zwölf Tonnen) und Sattelzugmaschinen elektrisch unterwegs. „Der aktuelle Bestand elektrischer Transporter und Lkw spart beim Laden mit Ökostrom schon über 1,2 Millionen Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr ein; mit dem deutschen Strommix geladen, liegt die Einsparung bei knapp einer Million. Und das bei einem Anteil elektrischer Nutzfahrzeuge von erst 2,6 Prozent“, führte Filip Thon aus.

Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor reduzieren

„Durch die stringente Elektrifizierung dieser Fahrzeugklassen vom Transporter bis zum 40-Tonner können die Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor signifikant gesenkt werden“, erklärte Thon weiter. Elektrische Lkw und Transporter könnten für Flottenbetreiber trotz höherer Anschaffungskosten über den gesamten Produktlebenszyklus betrachtet auch finanziell attraktiv sein, so Thon. Grund dafür sei die günstigere Antriebsenergie, insbesondere wenn intelligente Ladetarife oder eigener Solarstrom genutzt werden. Zusätzlich würden weniger Wartungsaufwände, Steuervergünstigungen sowie die Mautbefreiung für E-Lkw bis 2031 für geringere Betriebskosten sorgen.

Zahl der Ladepunkte für E-Lkw wächst

Laut EON gibt es für schwere E-Lkw auch zunehmend öffentliche Ladestandorte. So bauen beispielsweise EON und der Lkw-Hersteller MAN Truck & Bus gemeinsam Nutzfahrzeugladestationen an MAN-Servicestandorten in Deutschland und weiteren europäischen Ländern auf. Neben der reinen Anzahl an Ladepunkten lohnt sich ein Blick auf die Ladeleistung. Insgesamt sind in Deutschland laut EON circa 7950 Megawatt öffentliche Ladeleistung installiert. Die EU-Verordnung „über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe“ (AFIR) sieht eine Ladeleistung von 1,3 Kilowatt je rein elektrischem Auto vor. In Deutschland sind derzeit rechnerisch 4,1 Kilowatt je zugelassenem E-Pkw installiert. Das EU-Ziel wird laut EON „somit übererfüllt“.

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