Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen spricht das Unternehmen von einem „resilienten Ergebnis“.
Umsatz und operatives Ergebnis gehen klar zurück
Neben dem Gewinn verloren auch zentrale Finanzkennzahlen an Dynamik:
- Umsatz: –9 % auf 49,5 Milliarden Euro
- Ebit Industriegeschäft: –20 % auf 2,8 Milliarden Euro
CEO Karin Rådström betonte dennoch eine „verbesserte operative Performance“, die man trotz rückläufiger Schlüsselmärkte erzielt habe.
Für 2026 rechnet der Nutzfahrzeughersteller wieder mit einer operativen Verbesserung – unter anderem durch höhere Stückzahlen und Effizienzmaßnahmen.
Absatz bricht ein – besonders in Nordamerika
Insgesamt verkaufte Daimler Truck 2025 422.510 Lkw und Busse, was einem Rückgang von acht Prozent entspricht.
Ein besonders deutlicher Einbruch zeigte sich in Nordamerika:
- Absatz dort: –26 %
- Fahrzeuge 2025: rund 142.000
Speditionen hielten sich aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit und der unklaren Auswirkungen der US‑Zölle mit Bestellungen zurück. Die erwarteten Transportvolumina seien kaum planbar, heißt es aus Unternehmenskreisen.
„Cost Down Europe“: Daimler Truck baut massiv Kosten ab
Um wettbewerbsfähiger zu werden, setzt Daimler Truck auf ein mehrjähriges Sparprogramm.
Mit „Cost Down Europe“ sollen die Kosten bis 2030 um über eine Milliarde Euro sinken.
Geplante Maßnahmen:
- rund 5.000 Stellen in Deutschland fallen weg
- Schwerpunkt: Marke Mercedes‑Benz
- Einsparungen auch in Nordamerika
Bereits 2025 wurden laut Unternehmen über 100 Millionen Euro netto eingespart.
Für 2026 strebt der Konzern mindestens 250 Millionen Euro an.
Sorge um Nachfrage – Hoffnung auf 2026
Steigende Bestellungen und weitere Effizienzprogramme sollen 2026 wieder zu einem verbesserten operativen Ergebnis führen.