Auf dem MAN-Messestand der IAA-Transportation (15. bis 20. September in Hannover) wird ohne Frage das überarbeitete Fernverkehrsmodell TGX der Star sein. Dessen Optik hält der Hersteller bis zum Start der Messe noch geheim. Uns fuhr im Rahmen der Pressekonferenz allerdings zufällig ein getarntes Exemplar des Neuen vor die Handylinse.
Darauf gut zu erkennen: Der MAN wird neben neu gestalteten A-Säulen, einem veränderten Kühlergrill und neuen Schweinwerfern zusätzlich eine Frontverlängerung um 120 Millimeter bekommen.
Die soll einerseits die Aerodynamik des Müncheners verbessern und sorgt zusätzlich dafür, dass MAN die Sattelplatte weiter nach hinten versetzen darf und der TGX trotzdem legal das für Sattelzüge geltende Längenmaß von 16,50 Metern überschreiten darf.
Neues Elektro-Modell mit drei Achsen
Das ist für eine weitere Messeneuheit wichtig, die speziell das Elektro-Programm betrifft. Ab sofort kann MAN bis zu sieben Batteriepakete an einer eTGX-Sattelzugmaschine realisieren. Dabei sind zwei der Akkupakete mit jeweils 89 kWh installierter Energie unter dem Fahrerhaus und vier am Rahmen montiert. Der siebte Stromspeicher muss allerdings quer hinter die Kabine, weshalb die Sattelplatte entsprechend weiter nach hinten rückt.
Damit nun die Hinterachse bei beladenem Zustand nicht ihr Gewichtslimit sprengt, stellen ihr die MAN-Entwickler eine dritte Achse zur Seite. Anders als beim Wettbewerber Volvo Trucks, handelt es sich hier allerdings um eine gelenkte Nachlaufachse mit identischer Reifengröße. MAN will seine Kundschaft nicht mit verschiedenen Reifendimensionen an einem Fahrzeug verärgern, heißt es aus der Firmenzentrale. Lohn der Mühe: Der eTGX kann über eine installierte Gesamtkapazität von 623 Kilowattstunden verfügen, von denen 560 nutzbar ausgeführt sind.