Der geplante Einstieg der chinesischen Staatsreederei Cosco bei der Hamburger Spedition Konrad Zippel sorgt weiterhin für Diskussionen. Unternehmenschef Axel Plaß verteidigte den Verkauf und betonte, dass Standort und Arbeitsplätze erhalten bleiben sollen.
Geplant ist, dass Cosco 80 Prozent der Anteile übernimmt, während Plaß selbst mit 20 Prozent beteiligt bleibt.
Fokus auf Wachstum im Hafengeschäft
Nach Angaben des Managements soll die Beteiligung vor allem dazu beitragen, zusätzliche Ladungsmengen zu sichern und bestehende Verkehre auszubauen. Die Spedition ist insbesondere im Hinterlandverkehr tätig und organisiert Transporte per Bahn, Schiff und Lkw von den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven.
Das Unternehmen beschäftigt rund 350 Mitarbeiter.
Sicherheitsbedenken verzögern Entscheidung
Während das Bundeskartellamt die Transaktion bereits genehmigt hat, bestehen von anderer Seite weiterhin Vorbehalte. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat Bedenken gegen die Übernahme geäußert.
Deshalb wird der Deal aktuell vom Bundeswirtschaftsministerium in einer vertieften Prüfung untersucht. Diese sogenannte zweite Phase kann sich über mehrere Monate erstrecken.
Diskussion um Einfluss aus China
Der Einstieg von Cosco findet vor dem Hintergrund einer grundsätzlichen Debatte über chinesische Beteiligungen an kritischer Infrastruktur in Deutschland statt. Die Reederei ist bereits an einem Hamburger Containerterminal beteiligt, was in der Vergangenheit politische Diskussionen ausgelöst hatte.
Plaß weist Kritik zurück und sieht Zippel weder als sicherheitsrelevant noch als strategisch entscheidend für die deutsche Wirtschaft.