Schwache Absatzentwicklung belastet
Hintergrund sind unter anderem rückläufige Verkaufszahlen. Weltweit sank der Lkw-Absatz des Konzerns im Jahr 2025 um 14 Prozent. Besonders stark fiel der Rückgang in den USA aus, wo die Tochtergesellschaft International Motors deutliche Einbußen verzeichnete.
Auch in Europa gingen die Verkaufszahlen bei Scania zurück.
Elektroanteil bleibt niedrig
Beim Wandel hin zu emissionsfreien Antrieben kommt TRATON nach Einschätzung von Investoren nur schleppend voran. So lag der Anteil von Elektro-Lkw am Gesamtabsatz 2025 bei lediglich rund einem Prozent.
Gleichzeitig wächst der Druck durch steigende regulatorische Anforderungen und zunehmende Nachfrage nach elektrischen Nutzfahrzeugen.
Kritik an Regulierungskurs
Investoren sehen zudem Risiken im Umgang des Unternehmens mit politischen Rahmenbedingungen. So wird kritisiert, dass TRATON sowohl in den USA als auch in Europa Einfluss auf Regulierungen genommen habe, um Vorgaben zur Elektrifizierung zu entschärfen.
Die Aktionärsvereinigung warnt, dass eine solche Strategie langfristig die Wettbewerbsfähigkeit schwächen könnte, da sie den technologischen Wandel verzögern könnte.
Wettbewerb nimmt zu
Parallel wächst der Konkurrenzdruck. Neue Anbieter, insbesondere aus China, drängen mit preisgünstigen Modellen in den Markt. Auch in den USA gewinnen neue Wettbewerber mit elektrischen Nutzfahrzeugen an Bedeutung.
Für etablierte Hersteller steigt damit das Risiko, Marktanteile zu verlieren, wenn die Transformation nicht schnell genug gelingt.