Kraftstoffpreise deutlich gestiegen

20.07.2026 13:09 Uhr | Lesezeit: 3 min
Person nimmt Zapfhahn aus der Tanksäule
Die Bundesregierung plant trotz der wieder stark gestiegenen Spritpreise derzeit keine neuen Entlastungen in diesem Bereich
© Foto: mikemobil2014-stock.adobe.com

Die Preise für Benzin und Diesel sind in den vergangenen Tagen wieder deutlich gestiegen, wichtigster Treiber dürfte der hohe Rohölpreis sein.

Über das Wochenende sind die Kraftstoffpreise laut ADAC erneut gestiegen. Superbenzin der Sorte E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Sonntags 2,152 Euro pro Liter, wie aus Daten des ADAC hervorgeht. Damit verteuerte es sich im Vergleich zum Freitag um weitere 1,1 Cent. Diesel stieg im Vergleich zum Freitag, 17. Juli, um 1,6 Cent auf 2,177 Euro pro Liter. Bei beiden Kraftstoffen war es der achte Anstieg in Folge.

Diesel noch von seinem Rekordhoch entfernt

Vergleicht man mit dem Preis vor zwei Wochen – damals hatten sich die Preise nach dem Ende des Tankrabatts ein wenig beruhigt – ist E10 derzeit 13,6 Cent teurer, Diesel sogar 23,1 Cent. E10 ist zudem nur noch rund vier Cent von seinem Mehrjahreshoch rund um Ostern und gut fünf Cent von seinem Allzeithoch aus dem Jahr 2022 entfernt. Wichtigster Treiber dürfte der seit Anfang des Monats kräftig gestiegene Ölpreis sein. Sollte die Entwicklung anhalten, könnten auch die bisherigen Preisrekorde bei E10 überschritten werden, heißt es vom ADAC. Diesel ist allerdings derzeit noch weit von seinem Rekord entfernt.

Ölpreis gibt wieder ein wenig nach

Am 7. April hatte der Kraftstoff im bundesweiten Durchschnitt 2,447 Euro gekostet. Am Montagmorgen beruhigte sich die Entwicklung allerdings ein Stück weit. Um 10 Uhr waren sowohl Diesel als auch E10 minimal billiger als zum selben Zeitpunkt am Sonntag. Ein Grund könnte sein, dass der Ölpreis am Montagmorgen etwas nachgegeben hat.

Bundesregierung plant keine Entlastungsmaßnahmen

Die Bundesregierung plant trotz der wieder stark gestiegenen Spritpreise derzeit keine neuen Entlastungen in diesem Bereich. Man habe Entlastungsmaßnahmen beendet, und momentan sehe man keine neuen Maßnahmen, sage Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Er verwies auf Schwankungen des Spritpreises je nach Lage im Iran-Krieg und der Straße von Hormus. Damit werde man noch eine Weile leben müssen. Momentan gebe es keine Notwendigkeit für neue Entlastungen, die Bundesregierung beobachte aber die Entwicklung.

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