Die Spritpreise gehen weiter zurück, wenn auch – nach den enormen Anstiegen – langsam. Binnen Wochenfrist hat sich Superbenzin der Sorte E10 um 2,7 Cent verbilligt, Diesel sogar um 4,5 Cent, wie der ADAC am Mittwoch, 27. Mai, mitteilte. Im bundesweiten Tagesdurchschnitt des Dienstags kostete ein Liter E10 demnach 1,981 Euro, ein Liter Diesel 1,952 Euro. Beide Kraftstoffe sind damit aber trotz Tankrabattes noch gut 20 Cent teurer als vor Ausbruch des Iran-Krieges.
Kritik an den Mineralölkonzernen
Der ADAC hält den aktuellen Preisrückgang an den Tankstellen für „viel zu gering“. Hintergrund ist, dass der Ölpreis zuletzt deutlich nachgab. „Ein weiteres Mal bestätigt sich damit, dass günstigere Einkaufsbedingungen von den Mineralölkonzernen nur verlangsamt an die Kunden weitergegeben werden, während ein höherer Ölpreis meist unverzüglich auch an den Zapfsäulen ankommt“, sagte ein ADAC-Sprecher. Im Ausland ist Kraftstoff teilweise günstiger. Zuletzt war Sprit laut dem ADAC unter anderem in Polen, Tschechien, Österreich und Luxemburg teils deutlich günstiger als in Deutschland. In Frankreich, Dänemark und den Niederlanden hingegen teils deutlich teurer.