Superpanthers E-Lkw Etopas 600 geht in Serienproduktion

28.07.2026 16:58 Uhr | Lesezeit: 3 min
Ein SuperPanther eTopas 600 fährt auf einer Landstraße. Die dunkelgrau lackierte Sattelzugmaschine ist mit einem Kofferauflieger kombiniert
Neuer Elektro-Lkw für Fernverkehr geht an den Start
© Foto: Superpanther

In Österreich läuft die Serienproduktion des E-Lkw Etopas 600 an. Das Fahrzeug soll bis zu 600 Kilometer Reichweite bieten.

E-Lkw aus Österreich geht in Serienproduktion

In Österreich ist die Serienfertigung eines neuen batterieelektrischen Lastkraftwagens angelaufen. Der Etopas 600 des chinesischen Nutzfahrzeugunternehmens Superpanther wird bei Steyr Automotive produziert und soll insbesondere im Fernverkehr eingesetzt werden.

Der Hersteller gibt für das Fahrzeug eine Reichweite von rund 600 Kilometern sowie ein zulässiges Gesamtzuggewicht von bis zu 42 Tonnen an.

Produktion kombiniert chinesische und europäische Technik

Das Fahrzeug basiert auf einer Kombination aus Komponenten chinesischer und europäischer Zulieferer. Während zentrale Antriebstechnik aus China stammt, kommen weitere Systeme und Bauteile unter anderem von europäischen Industrieunternehmen.

Mit diesem Ansatz setzt Superpanther auf die Verbindung chinesischer Technologie mit europäischer Produktion und lokaler Wertschöpfung.


Erste Fahrzeuge gehen an Logistikunternehmen

Zu den ersten Kunden zählt der Logistikdienstleister DHL. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge markiert den Übergang von der Erprobung in den regulären Markteinsatz.

Vor dem Produktionsstart war der E-Lkw in Testflotten in Deutschland und Österreich unterwegs. Dabei sammelten die Fahrzeuge nach Unternehmensangaben umfangreiche Erfahrungen unter realen Einsatzbedingungen.



Markt für schwere Elektro-Lkw wird breiter

Mit dem Serienstart wächst die Zahl der Anbieter im Segment schwerer batterieelektrischer Nutzfahrzeuge weiter. Bereits heute sind unter anderem europäische Hersteller wie:

mit entsprechenden Modellen im Markt vertreten.

Der zunehmende Wettbewerb dürfte das Angebot an elektrischen Nutzfahrzeugen in den kommenden Jahren weiter erweitern.

Ladeinfrastruktur bleibt zentrale Herausforderung

Trotz wachsender Modellvielfalt sehen Branchenvertreter weiterhin Hürden für eine schnelle Verbreitung von Elektro-Lkw. Besonders häufig wird der Ausbau der Ladeinfrastruktur genannt.

Nach Einschätzung von Verbänden fehlen entlang vieler wichtiger Transportachsen weiterhin ausreichend leistungsfähige Ladepunkte für schwere Nutzfahrzeuge.

Dadurch wird der Einsatz elektrischer Fahrzeuge im Fernverkehr noch begrenzt.

Transformation des Güterverkehrs schreitet voran

Die Produktion des neuen E-Lkw zeigt, dass die Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs zunehmend in den industriellen Maßstab übergeht. Hersteller investieren in neue Fahrzeugplattformen, während Logistikunternehmen erste Erfahrungen im täglichen Betrieb sammeln.

Parallel wächst der Druck, CO₂-Emissionen im Transportsektor zu reduzieren und alternative Antriebskonzepte zu etablieren.


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