Der Messeveranstalter sprach im Nachgang von Begeisterung der Besucher, intensiven Fachgesprächen und reger Kauflaune. Der Besuch am Sonntag zeigte jedoch, dass sich speziell bei den Pkw die Zahl der „Verkauft“-Schilder in Grenzen hielt. Falls es doch zum Verkauf gekommen war, dann vor allem im sogenannten Einsteigermarkt bis maximal 10.000 Euro.
Breites Spektrum mit vielen Highlights
Der Messeveranstalter sprach im Nachgang von Begeisterung der Besucher, intensiven Fachgesprächen und reger Kauflaune. Der Besuch am Sonntag zeigte jedoch, dass sich speziell bei den Pkw die Zahl der „Verkauft“-Schilder in Grenzen hielt. Falls es doch zum Verkauf gekommen war, dann vor allem im sogenannten Einsteigermarkt bis maximal 10.000 Euro.
Die „Retro“ bot wieder mal ein breites Spektrum. Unter anderem wurde das Wirken des kürzlich verstorbenen Rennfahrers Hans Herrmann gefeiert. Im Atrium Ost standen dreizehn Rennfahrzeuge, die in der Karriere Herrmanns eine Rolle gespielt hatten, unter anderem der legendäre Porsche 917, mit dem er 1970 Le Mans gewann. Weitere Highlights waren die Sonderschau „Colors of Racing“ mit über 30 originalen Rennfahrzeuge unterschiedlichster Disziplinen, eine Sonderschau zum Thema amerikanische Straßenkultur sowie Markenjubiläen von Porsche Motorsport, BMW oder Opel. Vor allem die Markenclubs sorgten für einen positiven Auftritt.
Hans Herrmann gefeiert
Die „Retro“ bot wieder mal ein breites Spektrum. Unter anderem wurde das Wirken des kürzlich verstorbenen Rennfahrers Hans Herrmann gefeiert. Im Atrium Ost standen dreizehn Rennfahrzeuge, die in der Karriere Herrmanns eine Rolle gespielt hatten, unter anderem der legendäre Porsche 917, mit dem er 1970 Le Mans gewann. Weitere Highlights waren die Sonderschau „Colors of Racing“ mit über 30 originalen Rennfahrzeuge unterschiedlichster Disziplinen, eine Sonderschau zum Thema amerikanische Straßenkultur sowie Markenjubiläen von Porsche Motorsport, BMW oder Opel. Vor allem die Markenclubs sorgten für einen positiven Auftritt.
Live-Auktion mit Spannungsgarantie
Ein Experiment war die Classicbid Live-Auktion am Samstag, die mit 69 aufgerufenen Fahrzeugen für Spannung und internationales Bieterinteresse sorgte. Es bestätigte sich aber wieder mal, dass Auktionen in Deutschland auf eher mäßiges Interesse stoßen. Das passte ins Bild, das der Oldtimermarkt gerade zeichnet. Die Preise geben seit Monaten nach, wobei sich die Experten streiten, ob es eine Preisbereinigung völlig überzogener Forderungen darstellt oder eine Blase ist, die platzt. Fakt ist, dass die Szene die letzten Jahre auch von Spekulanten getrieben wurde, die wenig Interesse an Fahrkultur, als viel mehr an hoher Rendite hatten. Das scheint vorbei.
Offensichtlich kamen die gut 80.000 Besucher vor allem zum Schauen. Obgleich viele mit gut gefüllten Tüten das Gelände verließen. Teile- und Zubehörhändler hatten scheinbar mehr Glück als Autoverkäufer. Auch die Kultschrauber Ivan und Zoran, vielen bekannt aus diversen Fernsehberichten, hatten ein buntes Sammelsurium nach Stuttgart mitgebracht. Verkauft hatten sie am Ende wohl nur ein Auto. Bezeichnenderweise ein Nutzfahrzeug, einen Mercedes 309-Transporter, der Vorgänger des Sprinters, für rund 22.000 Euro.
Historische Nutzfahrzeuge in Halle 10
Wobei das Thema Nutzfahrzeuge vor allem in Halle 10 eine besondere Rolle spielte. Gemeinsam mit dem Automobilpark-Auwärter haben die Nutzfahrzeug Veteranen Gemeinschaft e.V. und die IG Süddeutsche LKW-Veteranen Freunde eine großartige Lkw- und Bus-Show auf die Beine gestellt. Daimler Truck feierte ebenfalls in Halle 10 „130 Jahre LKW“ mit dem ältesten LKW der Welt. Das war nicht das einzige Jubiläum. Die Marke mit dem Stern feierte außerdem 30 Jahre Mercedes-Benz Actros, 80 Jahre Unimog, 75 Jahre Setra.
Weitere besondere Exponate waren der Daimler Kardan Lkw von 1899, der wieder fahrbereit aufgearbeitet wird und einen lückenlosen Lebenslauf besitzt oder der Werbelastwagen „Pathé-Marconi der 1951 von dem Autodesigner Philippe Charbonneaux im Auftrag der Plattenfirma Pathé-Marconi entworfen wurde und Teil der Werbekarawane der Tour de France war. Edit Piaf hatte sogar einige Live Auftritte mit dem Fahrzeug.
Lebendige Szene
Die bewährte Mischung aus Handel, historischer Motorsport und Club-Szene „macht's aus“, und der direkte, persönliche Kontakt auf einer klassischen Präsenzmesse ist eben durch nichts zu ersetzen - eine einzigartige Chance für die Nutzfahrzeug-Szene mit der Oldie-Szene ins persönliche Gespräch zu kommen. Denn egal ob Veteranen oder Moderne gilt: Ohne Nutzfahrzeuge geht nichts. Und nach vier Tagen Messe kann man mit Fug und Recht behaupten: die Szene lebt!
Holger Hahn/Gerhard Grünig